Let’s cross over

Zurzeit ist da ein Faible für Klavierstücke. Allerdings nicht  irgendwelche, sondern Crossover-Werke, die nicht etwa ihre ganze Konzentration auf das (klassische) Klavier an sich richten, sondern perfekt eingegliederte Elemente aus Pop und Elektro einfließen lassen. Augen schließen, zuhören, ankommen – und dabei ganze Welten für sich entdecken… Bei einem Blick auf meinen Playlistenverlauf helfen diese drei Interpreten ganz besonders bei meiner (und vielleicht auch bald eurer?) Entdeckungsreise mit:

Nils Frahm

Lieblingsalben: Screws & Solo Remains  – Lieblingsteil: Toilet Brushes

Nils Frahm ist bekannt für seine experimentelle Verquickung von klassischer und elektronischer Musik zu Werken minimalistischen Zusammenspiels. Er schafft es, ganze Konzerthallen zu füllen – und hunderte Besucher andächtig zum Schweigen zu bringen. Die vor allem bei solchen Auftritten beliebte Zugabe Toilet Brushes hörte ich zum ersten Mal via Kopfhörer, während ich im Nieselregen durch einen weitläufigen Park spazierte. Und es war mir als spürte ich – ebenso wie die kleinen Tropfen – alle feinen Töne auf jedem Zentimeter meiner Haut.

 

Chilly Gonzales

Lieblingsalben: Solo Piano II & Chambers – Lieblingsteil: Epigram in E

Chilly Gonzales ist nicht nur als Pianist, sondern auch MC und Rapper kreativ und genauso vielseitig, wie diese Kombi es vermuten lässt. Seine HipHop-Stücke (The Unspeakable Chilly Gonzales) strotzen nur so vor Satire und Selbstbewusstsein. Ganz anders bezüglich  der Gattung und doch ähnlich im Gebaren erscheint sein Album Chambers, in dem er Kammermusik neu interpretiert: Flink, virtuos und bestimmt. Mein Favorit Epigram in E wiederum ist eines von Gonzales selbstverfassten Klavierstücken, in denen der Hörer wie auf Wolken dahinschwebt.

 

Ludovico Einaudi

Lieblingsalben: Divenire & Elements – Lieblingsteil: Night

Ludovico Einaudi gilt in dieser Reihe als Altmeister klassischer Musik. So unterrichtete er einst u.a. am Mailänder Konservatorium unter dem berühmten Komponisten Luciano Berio. Später entdeckte auch er die Vermischung aus Klassik und Pop für sich und erschuf zahlreiche Filmmusiken. Mit Elements, das nicht nur dem Namen nach den Naturelementen entlehnt ist,  haben wir ein Studio-Album vorliegen, das Einaudis Hang zur Untermalung unverkennbar widerspiegelt und unseren Ohren reinste (dramatische) Streicheleinheiten gewährt.

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