The Martian

Mark Watney hat ein Problem. Kein kleines der Sorte ‚Regenschirm einpacken oder Zuhause lassen?‘ sondern ein großes, existentielles. Seine Crew hat ihn nämlich nach einem verheerenden Sturm und darum im Glauben, er sei tot, inmitten einer Steinwüste zurückgelassen. Diese Steinwüste befindet sich aber nicht etwa in der Westsahara, sondern zwischen 56 und 401 Millionen Kilometer weit von der Erde entfernt – auf dem Mars.

The Martian“ (basierend auf dem gleichnamigen Roman von Andy Weir) ist einer dieser Filme, die man unbedingt auf großer Leinwand sehen sollte. Denn die Bilder, die Ridley Scott hier als Regisseur inszeniert und die von (in unserer Zeitrechnung) quälend langen Tagen und Nächten auf dem lebensfeindlichen Planeten erzählen, sind unvergesslich: ein kleiner Mensch auf einem großen Haufen Steine in einem unendlich weiten, blinkenden Nichts namens All. Und genau das ist es auch, was den Film so sehenswert macht. Die Vorstellung, wie es wohl sein muss, mutterseelenallein mitten im Weltraum fest zu sitzen, mit nichts weiter an der Hand als dem Equipment, das die internationale Raumfahrtcrew bei ihren Forschungen dort ließ und dem eigenen Wissen im Kopf.

Nachdem Watney es geschafft hat, ein Lebenszeichen gen Erde zu senden, bricht natürlich ein medialer wie interner Tumult auf die NASA herein und so scheint unvermeidbar: Techniker und Vorsitzende gehen mitsamt ihrer charmant überzeichneten Egos aufeinander los. Bei alledem ist es ein Genuss, zu verfolgen, wie Matt Damon die eigene verzweifelte Situation als auch die verschiedensten Rettungspläne am Boden in seiner Rolle als Galaxis-Gestrandeter mit staubtrockenem Humor quittiert – liebend gern möchte man vermuten, es sei sein eigener.

Beitragsbild: © 2015 Twentieth Century Fox

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